es spielen:
ulrike euen, ina fritsche, hubert harzer, annabelle leip, udo rau, urs rechn,
anne schäfer, johannes schön, leif stawski, bernhard klasing, fritz
matthiae
ein dilemma der gegenseitigen abhängigkeit zweier parteien bei einer
schwierigen entscheidungsfindung rollt david edgar am fiktiven beispiel eines
bürgerkrieges zwischen einem staat namens karkasien und der guerilla
einer unterdrückten ethnisch-religiösen minderheit (drosdanien)
aus. kulturelle identität, gleichberechtigung, verzicht auf terrormaßnahmen,
international kontrollierte wahlen sowie wiedergutmachung von begangenem unrecht
sind nur einige der strittigen verhandlungspunkte, bei denen oft ein einziges
wort des verhandlungstextes das zünglein an der waage darstellt, von
dem der zukünftige friede abhängt.
die zuschauer können das ringen um die lösung des konflikts mit
allen fortschritten und rückschlägen im plenarsaal des neuen landratsamtes
der stadt verfolgen. aber nicht nur dort: mit dem wechsel des räumlichen standorts,
z.b. in die tiefgarage oder die fraktionsräume des gebäudes, werden
sich immer wieder auch neue inhaltliche standpunkte ergeben. wer in so genannten
spiel- und entscheidungsphasen die eigene fähigkeit zur konfliktlösung
austestet, wird erleben, wie diese sich zur weiteren handlungsrealität
des stückes verhält.

